Heubündeltragen in Leeheim

Leeheim - Am Heiligen Abend fand das traditionelle Heubündeltragen in Leeheim statt. Mitte der achtziger Jahre hat der Heimat- und Geschichtsverein Leeheim den Brauch des Heubündeltragens wieder aufleben lassen. „Es gab immer weniger Bauern  und damit auch weniger Heu. Früher konnte man in fast jeder Hofreite in Leeheim Heu bekommen“, erläutert Ludwig Jung im Gespräch mit dieser Zeitung. Damit der Brauch fortgeführt werden kann, schnüren nun jedes Jahr Vereinsmitglieder Heubündel, die sich die Kinder und Erwachsenen am Heiligen Abend ab 10 Uhr im Museumshof abholen können. Hier herrschte dann auch Hochbetrieb, denn es gab auch noch leckeren Glühwein. „Im ersten Jahr waren es nur rund zehn Bündel. Heuer waren es mehr als 400 die wir ausgegeben haben“, so der Vereinsvorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereines Leeheim. 
Das Heu ist für den Esel des Chriskindes
bestimmt, überliefert es der Brauch und solange das Christkind seine Gaben verteilt und der Esel warten muss hat der Esel also Futter. Zwischen 16 Uhr und 16.30 Uhr machten sich dann beim Glockengeläut die Kinder auf zu ihren Verwandten, Paten, Freunden und natürlich den Großeltern, um die Heubündel abzugeben. Auch im kommenden Jahr wird es wieder das Heubündeltragen in Leeheim geben.

Unsere Fotos zeigen die Ausgaben der rund 400 Heubündel im Hof des Heimatmuseums in Leeheim sowie die Familie Bonn mit den Kindern Luca

(rechts) und Joline sowie vierjährige Lena Nold (links) und der elfjährige Alexander Kaus, die mit ihrem Heubündel auf dem Weg zu Opa und Oma

sind.

haza-fotos

[Homepage HGL-Leeheim]