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Jeder von der Gemeinde
Riedstadt beim Leeheimer Heimat- und Geschichtsverein investierter Euro
sei außerordentlich gut angelegt, versicherte die Erste Beigeordnete
Erika Zettel Mitte Dezember beim Richtfest des neuen Anbaues an das
Museumsgebäude in der Backhausstraße 8. Erika Zettel bescheinigte den
Organisatoren gut gewirtschaftet und in hervorragender Zusammenarbeit
viel in Eigenhilfe geleistet zu haben.
In ihren Grußworten hob
sie auch die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit des Heimat- und
Geschichtsvereins mit dem Bewahren und Weiterführen alten Brauchtums
und dem sinnvollen Schaffen für die Nachwelt hervor. Bei derartigem
Engagement gebe die Gemeinde so weit es in ihrer Macht stehe gerne. Mit
einem großen Dankeschön versicherte Erika Zettel, dass auch die
Zuschüsse für die weiteren Bauabschnitte gesichert seien.
„Erst das Dach dicht,
dann wird gericht", sei sein Leitspruch gewesen, erklärte der
Vorsitzende Ludwig Jung an diesem verspäteten Richtfest. Daher wurde
auch der Richtspruch des Zimmermanns Michael Kässmann aus Zeitgründen
nicht am Bau, sondern im Versammlungsraum des Museums etwas verspätet,
aber dennoch zünftig nachgereicht. In seinen Dankesworten an die
zahlreichen freiwilligen Helfer und Spender ließ Jung die Entstehung
des nun mit Dach und Fenster winterfest versehenen
Baues Revue passieren. Im Juni 2002 sei das Dach auf dem alten
Seitenanbau in Eigenhilfe neu gedeckt worden. Die dafür von der
Gemeinde Riedstadt vorgesehenen 45.000 € habe sich der HGL als
Vereinszuschuss ausbezahlen lassen. Durch die Eigenleistungen habe ein
erheblicher Teil des Geldes für den Umbau des alten und hässlichen
Schuppens gespart werden können.
Nach einigen ent-' und wieder verworfenen
Plänen sei ein Entwurf für einen Neubau für Büro und Archive
vorgestellt worden. Ausschlaggebend dafür seien die nicht mehr
zeitgemäßen sanitären Anlagen, die engen Verhältnisse im bestehenden
Büro, eine sichere Unterbringung des Leeheimer Gemeindearchivs und die
Möglichkeit der besseren Nutzung des Veranstaltungsraumes, auch für
andere Vereine wie Landfrauen und Arbeiterwohlfahrt gewesen. Die
Planskizze, die spätere Bauplanung und Unterstützung während der
Bauphase habe Horst Seigerschmitt für den Verein kostenlos
übernommen. Dafür gebühre ihm besonderer Dank. Dankenswerter Weise
habe auch Klaus Fuckner aus Dornheim die Statik zum Nulltarif geliefert.
Ausschlaggebend für die Inangriffnahme
dieses Projektes sei aber die Bereitschaft zur Eigenhilfe der
handwerklich tätigen Vorstandsmitglieder Peter Nold (79), Edwin Losert
(69), Hans Schwäch (67), Hans Moldaner (63) und auch seiner eigenen,
als 60-Jähriger, der jüngste Helfer, gewesen.
Im November 2002 habe der HGL die von
Bürgermeister Gerald Kummer für diesen Bau befürwortete Zusicherung
von Haushaltsmitteln erhalten. Mit einem Steiger der Firma Wendel, einem
Bagger der Firma Allers und der Motorsäge von Adam Lessenich sei die
den Neubau hindernde Kastanie gefällt, von Februar bis Mai 2003 der
Schacht im Heizraum für Wasser- und Gasanschluss ausgehoben, der
baureife Plan mit Statik eingereicht, der alte Schuppen abgerissen, der
Hausanschluss für Gas und Wasser neu gelegt, Abfluss und Wasser zum
Neubau verlegt, die Mauern zum Nachbarn und zur Straße abgebrochen und
die Baugrube ausgehoben worden. Besonderer Dank gebühre auch der
Firma Renneisen-Wille für ihre großzügige Spende.
Von Mai bis Ende September sei der Neubau
für den Zimmermann fertig gestellt und die Heizung im Altbau von
Nachtspeicheröfen auf Gas umgestellt worden. Den Gasanschluss für die
Heizung und deren Inbetriebnahme habe Frank Reinhardt dankenswerter
Weise kostenlos ausgeführt. Erwähnung in Jungs Ausführungen fand auch
der Sonderrabatt für den Heizkessel der Firma Viessmann. Im Oktober
habe Michael Kässmann mit seinen Mitarbeitern der MK Holzbau GmbH das
Dach aufgeschlagen. Michael Kässmann sei während der Arbeiten
Vereinsmitglied geworden und habe seine Arbeitsstunden als solches nicht
in Rechnung gestellt.
Bei den Dachdeckerarbeiten sei neben der
fachlichen Unterstützung durch Klaus und Jens Reinhardt von der Fa. MK
Holzbau GmbH mit Wolfgang Grimm auch Nachbarschaftshilfe zum Zuge
gekommen. Nach den bereits Genannten dankte der Vorsitzenden der
Gemeinde Riedstadt allen am Gelingen des Projektes in unterschiedlicher
Form Beteiligten, wie Hermann Lochmann, sowie Ludwig, Karl und Georg
Schaffner. Besondere Erwähnung fand der bis jetzt mehr als 2.300
Arbeitsstunden dauernde Einsatz der HGL - Truppe. Dank sprach Jung auch
dem Vereinsfotografen Wolfgang Siebert für die Dokumentation des
Baugeschehens und den Vorstandsfrauen für die unermüdlichen
Reinigungsarbeiten aus. Weiter äußerte er den Wunsch, der Neubau möge
stets gute Verwendung finden und auch immer Menschen bereit sein das
Vereinsleben im Heimat- und Geschichtsverein mit seinem Museum im Sinne
der Allgemeinheit weiterzuführen. Ehe Ludwig Jung zu gemütlichen
Stunden aufrief dankte der Ehrenvorsitzende Heinrich Bonn allen Akteuren
für deren Zielstrebigkeit. Nun gelte es, das Ganze mit Leben zu
erfüllen. Hauptaufgabe des HGL werde auch weiterhin sein, die Jugend
für Vergangenes zu interessieren und sie darin zu bestärken, Altes zu
bewahren und zu schätzen.
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